Nachhaltiger Pfefferanbau und Marktzugang für Kleinbauernfamilien
Das Projekt soll die Resilienz kambodschanischer Kleinbauernfamilien gegen den Klimawandel stärken und ihr Einkommen aus dem Anbau von Pfeffer und anderen Gewürzen verbessern. Dafür wird weiterhin eine Zusammenarbeit mit Akteur:innen des öffentlichen und privaten Sektors angestrebt, um den Kleinbauernfamilien relevantes Wissen, Technologien und Dienstleistungen im Bereich Agrarökologie für den Anbau von Pfeffer und anderen Gewürzen zur Verfügung zu stellen. Zudem bietet das Projekt integrative Dienstleistungen und einen verbesserten Marktzugang für die Bauernfamilien und die verschiedenen Akteur:innen der Marktsysteme. Die nationalen Fachministerien und der Privatsektor werden stärker in die Entwicklung und Umsetzung einer wirksamen Förderpolitik für Pfeffer und Gewürze eingebunden.
Projektteilnehmende:
2378 kambodschanische Kleinbauernfamilien, die Pfefferanbau betreiben.
Ziele:
Stärkung der Widerstandskraft kambodschanischer Kleinbauernfamilien gegen den Klimawandel und Einkommensverbesserungen aus Produktion und Verkauf von Pfeffer und anderen Gewürzen. Um dieses Ziel zu erreichen, legt das Projekt drei spezifische Ziele als Projektergebnisse fest:
- Die Kleinbauernfamilien wenden agrarökologische Praktiken für Pfeffer und andere Gewürze an und verringern das Klimarisiko.
- Die Produzent:innen verbessern die Produktqualität und erzielen so höhere Gewinne.
- Bauern und Bäuerinnen, Händler:innen und Investor:innen profitieren von einer besseren Politik, die es den kambodschanischen Produzent:innen ermöglicht, wettbewerbsfähiger zu werden.
Aktivitäten:
Forschung, Wissensverbreitung und Erprobung innovativer Lösungen für andere Gewürze
- Durchführung von Versuchen in landwirtschaftlichen Betrieben zu agrarökologischen und klimaresistenten Gewürzanbau-Techniken
- Erprobung innovativer Lösungen zur Senkung der Kosten (Ernte, Nachernteverfahren usw.)
- Durchführung von Forschungsarbeiten zu anderen Gewürzen entsprechend deren Marktpotenzial
Verbesserung der Lieferketten für Pfeffer und möglicherweise andere Gewürze
- Aufbau und Stärkung von Erzeugergemeinschaften und -verbänden auf der Grundlage der Bedürfnisse der Lieferkette
- Aufbau von Lieferketten für ökologische und andere Produktionsstandards auf der Grundlage der Marktnachfrage
- Förderung des kambodschanischen Pfeffers auf den internationalen Märkten, um mehr internationale Käufer anzuziehen
Stärkung der «Cambodia Pepper and Spices Federation» (CPSF)
- Unterstützung bei der Umsetzung der kambodschanischen Pfefferpolitik und der Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die kleinbäuerliche Pfefferproduktion
- Stärkung der Kapazitäten der «CPSF» zur Erbringung von Dienstleistungen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder, insbesondere für Kleinbauernfamilien
Projektstatus:
Dies ist die dritte und letzte Phase des Projektes nach der Umsetzung der zweiten Phase von 2019–2022. Die wichtigsten Fortschritte im Rahmen des Projekts waren bisher:
- Die Kapazitäten der «Cambodia Pepper and Spices Federation» (CPSF) wurden gestärkt, damit sie sich für die Belange des Pfeffersektors einsetzen und das kambodschanische Aussenministerium bei der Fertigstellung der kambodschanischen Politik für den Pfeffersektor unterstützen kann.
- Die Kapazitäten von 14 AC/Ass und 13 Spargruppen wurden gestärkt, so dass sie ihren Mitgliedern Dienstleistungen anbieten können (technisch, marktbezogen und finanziell).
- Kleinbauernfamilien wurden dabei unterstützt, biologischen Pfeffer zu produzieren und zu vermarkten. Rund 160 Tonnen Bio-Pfeffer wurden produziert und an Exporteure zu einem Premiumpreis (45% höher als der Preis für konventionellen Pfeffer) verkauft.
- Pfefferproduzent:innen wurden bei der Erzeugung und Vermarktung von Bio-Pfeffer unterstützt. Rund 200 Mio. Tonnen Bio-Pfeffer wurden an direkte Exportmärkte verkauft und erzielten einen höheren Preis (500 Khmer Riel/kg, höher als der Preis für konventionellen Pfeffer).